Interview mit dem Anthroposophen Dr. Ici Wenn

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Frage: Sie leben in Japan, ihr Name ist aber nicht japanisch, wie kommt das?

Wenn: Ich habe thailändische Eltern und kam als Kind nach Japan, nachdem mein Vater einen Ruf an die Universität Tokyo bekam.

Frage: Warum findet man im Internet gar nichts zu Ihrer Person?

Wenn: Einerseits habe ich lange gezögert, mich darauf einzulassen, das spirituelle Steiners ist nicht das Wesen des Internets. Ich bin auch nicht an Öffentlichkeit interessiert, die Verbreitung wahrer Information findet auf anderen Ebenen statt. Sie finden aber doch einiges auf japanischen Seiten von mir.
Sie haben mich ja, wie sie wissen, überreden müssen, in diesem Blog etwas zu veröffentlichen.

Wir: Ja, nochmal herzlichen Dank dafür

Wenn: Gerne geschehen. Es geht nicht um mich, es geht um das Große.

Frage: Wie kamen Sie überhaupt zur Anthroposophie?

Wenn: Bei der Suche nach dem Vollkommenen stößt man zwangsläufig auf Steiner.
Ich hatte das Glück, eine gut deutsch sprechende Mutter zu haben und konnte so schon früh die Werke Steiners lesen.

Frage: Waren Ihre Eltern bereits Anthroposophen?

Wenn: Nur meine Mutter. Sie war Assistentin von Ita Wegmann.
Auf der Suche nach speziellen Heilweisen ist sie nach Thailand gelangt.

Frage: Das ist ja sehr interessant. Sie sagten, sie wäre eine Thai, wie kam sie denn nach Deutschland?

Wenn: Sie hatte ein Stipendium für Medizin in München erhalten von der Anthroposophischen Gesellschaft. Nach der Zusammenarbeit mit Ita Wegmann bot es sich als Vertraute des Landes an, diese Suche in Thailand anzunehmen.

Frage: Gibt es von ihr Veröffentlichungen, die man im Internet nachlesen kann?

Frage: Phuong-Anh Na Ajutthaja Pueng, das ist der Mädchename Ihrer Mutter, haben Sie mir mal geschrieben. Dürfen wir diesen veröffentlichen?

Wenn: Meinetwegen, ich verstehe die Neugier der Deutschen. Ein altes Adelsgeschlecht mit Wurzeln in der Provinz Udon Thani. Wie man Behaupte in der Familiengeschichte.
Ich darf nicht zuviel erzählen. Okkultismus und Esoterik sind in Deutschland leider Schimpfwörter geworden und es gibt viele Feinde.

Wir: Ja, ich verstehe Sie sehr gut. Es gibt mittlerweile regelrechte Hetzkampagnen gegen Esoteriker in Deutschland und Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste

Wenn: Ja leider. Der Materialismus hat Vieles zerstört an geistigem Sehen.

Frage: Haben Sie eigentlich eine Waldorfschule besucht?

Wenn: Nein. Sowas gab es da nicht. Ich bin auch froh darüber, eine vernünftige Ausbildung bekommen zu haben.
Man muss erst mal viel wissen, bevor man weiß, was man vergessen kann.

Frage: Was stört Sie denn an der Ausbildung in Waldorfschulen?

Wenn: Waldorfschulen sind gut gemeint, aber was ich gesehen habe, da sind oft die Lehrer wie Kinder, die etwas sagen, was sie nicht verstanden haben.
Etwas nachahmen, ohne es zu verstehen ist nie gut und oft schädlich.
Ein Kind im Wasser hat gesehen, wie Schwimmbewegungen gehen, aber es kann trotzdem nicht schwimmen, wenn es den Sinn nicht gespürt hat.

Frage: Soll das heißen, dass Sie voll und ganz hinter der Waldorfpädadogik von Steiner stehen und nur die Umsetzung kritisieren?

Wenn: Ja, so kann man das sagen. Man muss Akasha nicht nur lesen, sondern auch verstehen können. Viele Lehrer können leider Akasha noch nicht mal lesen.

Frage: Wie würden Sie diese Mängel beseitigen?

Wenn: Jeder Lehrer sollte zeigen, wie sehr er aus der Chronik lesen kann und das aufschreiben. ca. 1000 Seiten müssen genügen. Das muss dann einer Kommission vorgelegt werden.
Ich habe hierzu schon Richtlinien entwickelt, aber es ist noch zu früh, darüber ausführlich zu sprechen.

Frage: Haben Sie dann den Eindruck, dass es Anthroposophen in Deutschland gibt, die dieser Kommission würdig wären?

Wenn: Durchaus. Aber ich kann natürlich keine Namen nennen. Anthroposophie findet immer im Stillen statt und die Gefahr der Anfeindung ist zu groß. Viele Materialisten verstehen z.B. nicht, warum wir dem sterben eines  Kindes eine andere Bedeutung zumessen. Wenn eine Seele in der falschen Hülle steckt, hilft es nciht, immer nur die Hülle zu reparieren.
Wenn die Hülle platzt, kann sich die Seele besser entfalten und sich eine neue suchen.

Wir: Ja, durchaus. Unsere Weltanschauung wird eben verkannt, weil den meisten Menschen immer noch das Bewusstsein für wahre Zusammenhänge und den eigentlichen Sinn des Lebens fehlt.

Wenn: Ja. Darum ist es gut, wenn immer mehr Hüllen platzen.
Der Sinn wird nur im Sinn gefunden, aber das verstehen viele nicht.

Frage: Sehen Sie persönlich eine Perspektive für die Anthroposophie weltweit höchste Anerkennung zu erhalten, bzw. die Anthroposophie als einzig zukünftige Lebensorientierung?

Wenn: Bei geistig reifen Menschen hat sie diese Anerkennung. Wie lange es noch dauert, weiß ich natürlich nicht, es gibt zu viele Gegenspieler. Aber irgendwann werden alle Hüllen geplatzt sein. Da ist die Natur des Geistes und unaufhaltsam.

Wir: Das ist zwar jetzt nicht ganz optimistisch, aber eine positive Tendenz lässt sich nicht verleugnen und damit kann man sich im Moment zufrieden geben. Herr Dr. Ici Wenn, ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses aufschlussreiche Interview.

Wenn: Gerne. Möge die Einsicht kommen.

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Published in: on August 18, 2009 at 12:00 pm  Comments (5)  
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Anthroposophische Akasha-Meditation

Gastbeitrag von Dr. Ici Wenn

Akasha-Meditation.
In 3 Teilein ist die Meditation und gesteigert in 3 Stufen.

Für die Einstimmung ist es gut, ein Metronom zu haben, oder eine laute Uhr.
Für das Gefühl des Rythmus ist es wichtig „ak“ als ungefähr eine Sekunde zu betrachten.
Meditieren wir eine Minute:

akakakakakakakakakak
akakakakakakakakakak
akakakakakakakakakak
akakakakakakakakakak
akakakakakakakakakak
akakakakakakakakakak
kaka.

„Kaka“ als Abschlußwort merkt euch, wichtig, um sicher herauszufinden. Immer

Als erste Übung nun im gleichten Rythmus:

Akasha.Shaaka.Akasha.Shaaka.

Kasha, Kashaa.
Shakashashakakashaka. Shakashashakakashaka.

Shaka. Kasakshasha. Shaka. Akasha. Kaka

[1 Minute Pause)

Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Shakas. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Rudida. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
Akasha. Akasha. Akasha. Akasha. Akasha.
kaka.

[wiederholen]

2. Teil: Kashakasakasa
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.
Kashakasakasa. Kashakasakasa.Kashakasakasa.
Kaka.

3. Teil: Kaka Akasha Rudida.

Kaka Akasha Rudida?
Kaka Akasha Rudida?
Kaka Akasha Rudida?
Kaka Akasha Rudida?
Kaka Akasha Rudida?

akakakak
akakakak
akakakak

Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!
Rudida! Rudida!Rudida! Rudida!

kakkak akasha.
—————————–

Damit erstmnal genug, anthroposophische Sprachmeditiation muss man langsam lernen.
Haben Sie keine Hemmung, alles gut ausprobiert, wirkt!

Viel Ruhe!
Wenn Ici

Zur Einstimmung auf die Meditation empfehlen wir folgendes Video. Bitte konzentrieren Sie sich dabei auch auf den Wasserfluß:

Published in: on August 15, 2009 at 3:36 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Korrosionen des Seins oder die Entdeckung der Quästola

Die erste deutsche Übersetzung des japanischen Sozialanthropologen und Rudolf Steiner Forschers Dr. Ici Wenn, der mit seiner Sicht von außen ein ganz neues Bild der Philosophie Steiners konzipiert hat. Hier ein Auszug aus dem Vorwort, dass nur wir exklusiv veröffentlichen, da das Buch nie in deutscher Sprache verlegt und erscheinen wird. Wer oder was dahinter steckt, wissen wir nicht:
Korrosionen des Seins oder die Entdeckung der Quästola

Während im Erdachten das Mögliche in sich der Gegenstand ist, verhalten sich Möglichkeiten des Realen in gegensätzlicher Weise. Das Potente des einen wird zur Impotenz des anderen. Diese bemerkenswerte Charakteristik will ich Quästola nennen.

Wie schon Hobbarth die Immanenz des Eigentlichen dem Wesentlichen gegenübergestellt hat, versuche nun auch ich, diesem Phänomen der Wesenheit das Konkrete der Konkretheit gegenüber zu stellen.

Im ersten Abschnitt werde ich die Verzweigtheiten des Realen bis zum Irrealen hin versuchen zu erläutern. Für den Leser wird damit evident, warum der Titel dieser Arbeit „Korrosionen des Seins“ lautet. Wir werden die Ambiguität der Auflösung betrachten, der Problematik der Geburt als auch der Nichtgeburt. Dies im konkreten wie auch im metaphorischen Sinne der gänzlich umfassenden Totalität des Wesens.

Im zweiten Abschnitt werden die sich wiederholenden Prozesse des der Quästola immanenten Flimmerns zu einem deutlichen Bild vereint. So wird das Tun des Einen zum Tun des Anderen in sich aufgelöst.

Im dritten Teil der Arbeit werde ich der Frage „Qualia aut Quälia?“ nachgehen. Bisher wurde stets versäumt, in dem Strahl der Möglichkeiten in seinen Verzweigungen nicht nur Verwirrung, sondern auch klare Wesenszüge des Möglichen zu sehen, Semantik von Stemapyrik zu unterscheiden, um zu erkennen wie ergovibrale Katulation nur wenig mit der Selbstbezogenheit eines abgeschlossenen Kreislaufes zu tun hat.

Danksagung:
Hermann Dillovotisch hat in wunderbarer Weise die Kateratese im Sinne des amentorialen Gephynus beschrieben, welche mich letztlich im Sinne Steiners auf den Weg brachte, mir Horizonte eröffnete, Wesenszüge innerhalb wie außerhalb zu sehen und letztlich die Quästola nicht nur als Begriff für Unerklärliches zu finden, sondern das Unerklärliche an sich entdeckt zu haben. Es wurde benannt.

Hobbarth wie Dillovotisch haben die Vorarbeit geleistet, ich durfte ihre Erkenntnisse zu Größerem vereinen. Der Leser möge sich aber bewusst sein, dass er vor keiner einfachen Lektüre steht. Wer die Werke von Gigomon und Eppelet nicht in der Tiefe erkannt hat, wird ermuntert, erst diese zu studieren. Zu groß ist die Gefahr, hier zu falschen Schlüssen zu kommen.

So wie Steiners Akasha-Chronik stets missverstanden wurde als Einbildung oder Phantasie, muss  sich der Leser ebenso gewärtig sein, dass ihm dieses Missverständnis auch bei der Lektüre meiner Arbeit unterlaufen könnte. Es sei dem werten Leser versichert, dass dem nicht so sein muss und ihm wird im Zweifelsfalle anempfohlen, sich intensiver mit den Wurzeln, so wie sie Hobbarth, Dillovotisch und auch Steiner beschreiben, in ausführlicherer Weise zu befassen. Eine besondere Rolle kommt hier – man darf es nicht verschweigen – Rudolf Steiner zu. Er hatte Quästola geschaut. Diese nicht zur Begrifflichkeit überführt zu haben, darf kein Vorwurf sein. Um viele tausend Worte zu einem Begriff zu verdichten, bedarf es einer generationenübergreifenden Arbeit; dem Melker den Vorwurf zu machen, er hätte keinen Käse gemacht, sondern nur gemolken, trifft die Sachlage nicht.

Wo das Ziel zur Verzweigung führt, helfen klassisch wissenschaftliche Konzepte nicht weiter. Nicht unter-, sondern versuchen. Nicht ab-, sondern besuchen. Was uns treibt ist die Kraft, die Alles in Allem schafft.

Lasset das wirkende Wort sich selbst manifestieren.

Dieses Buch wendet sich nicht an jeden, aber jeder, der heller sehen möchte, als das strenge Korsett der Wissenschaft erlaubt, ist damit angesprochen.

Hashimoto, 12.12.1978

Dr. Ici Wennkorrosion3

Published in: on Juli 15, 2009 at 11:46 am  Comments (24)  
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