Korrosionen des Seins oder die Entdeckung der Quästola

Die erste deutsche Übersetzung des japanischen Sozialanthropologen und Rudolf Steiner Forschers Dr. Ici Wenn, der mit seiner Sicht von außen ein ganz neues Bild der Philosophie Steiners konzipiert hat. Hier ein Auszug aus dem Vorwort, dass nur wir exklusiv veröffentlichen, da das Buch nie in deutscher Sprache verlegt und erscheinen wird. Wer oder was dahinter steckt, wissen wir nicht:
Korrosionen des Seins oder die Entdeckung der Quästola

Während im Erdachten das Mögliche in sich der Gegenstand ist, verhalten sich Möglichkeiten des Realen in gegensätzlicher Weise. Das Potente des einen wird zur Impotenz des anderen. Diese bemerkenswerte Charakteristik will ich Quästola nennen.

Wie schon Hobbarth die Immanenz des Eigentlichen dem Wesentlichen gegenübergestellt hat, versuche nun auch ich, diesem Phänomen der Wesenheit das Konkrete der Konkretheit gegenüber zu stellen.

Im ersten Abschnitt werde ich die Verzweigtheiten des Realen bis zum Irrealen hin versuchen zu erläutern. Für den Leser wird damit evident, warum der Titel dieser Arbeit „Korrosionen des Seins“ lautet. Wir werden die Ambiguität der Auflösung betrachten, der Problematik der Geburt als auch der Nichtgeburt. Dies im konkreten wie auch im metaphorischen Sinne der gänzlich umfassenden Totalität des Wesens.

Im zweiten Abschnitt werden die sich wiederholenden Prozesse des der Quästola immanenten Flimmerns zu einem deutlichen Bild vereint. So wird das Tun des Einen zum Tun des Anderen in sich aufgelöst.

Im dritten Teil der Arbeit werde ich der Frage „Qualia aut Quälia?“ nachgehen. Bisher wurde stets versäumt, in dem Strahl der Möglichkeiten in seinen Verzweigungen nicht nur Verwirrung, sondern auch klare Wesenszüge des Möglichen zu sehen, Semantik von Stemapyrik zu unterscheiden, um zu erkennen wie ergovibrale Katulation nur wenig mit der Selbstbezogenheit eines abgeschlossenen Kreislaufes zu tun hat.

Danksagung:
Hermann Dillovotisch hat in wunderbarer Weise die Kateratese im Sinne des amentorialen Gephynus beschrieben, welche mich letztlich im Sinne Steiners auf den Weg brachte, mir Horizonte eröffnete, Wesenszüge innerhalb wie außerhalb zu sehen und letztlich die Quästola nicht nur als Begriff für Unerklärliches zu finden, sondern das Unerklärliche an sich entdeckt zu haben. Es wurde benannt.

Hobbarth wie Dillovotisch haben die Vorarbeit geleistet, ich durfte ihre Erkenntnisse zu Größerem vereinen. Der Leser möge sich aber bewusst sein, dass er vor keiner einfachen Lektüre steht. Wer die Werke von Gigomon und Eppelet nicht in der Tiefe erkannt hat, wird ermuntert, erst diese zu studieren. Zu groß ist die Gefahr, hier zu falschen Schlüssen zu kommen.

So wie Steiners Akasha-Chronik stets missverstanden wurde als Einbildung oder Phantasie, muss  sich der Leser ebenso gewärtig sein, dass ihm dieses Missverständnis auch bei der Lektüre meiner Arbeit unterlaufen könnte. Es sei dem werten Leser versichert, dass dem nicht so sein muss und ihm wird im Zweifelsfalle anempfohlen, sich intensiver mit den Wurzeln, so wie sie Hobbarth, Dillovotisch und auch Steiner beschreiben, in ausführlicherer Weise zu befassen. Eine besondere Rolle kommt hier – man darf es nicht verschweigen – Rudolf Steiner zu. Er hatte Quästola geschaut. Diese nicht zur Begrifflichkeit überführt zu haben, darf kein Vorwurf sein. Um viele tausend Worte zu einem Begriff zu verdichten, bedarf es einer generationenübergreifenden Arbeit; dem Melker den Vorwurf zu machen, er hätte keinen Käse gemacht, sondern nur gemolken, trifft die Sachlage nicht.

Wo das Ziel zur Verzweigung führt, helfen klassisch wissenschaftliche Konzepte nicht weiter. Nicht unter-, sondern versuchen. Nicht ab-, sondern besuchen. Was uns treibt ist die Kraft, die Alles in Allem schafft.

Lasset das wirkende Wort sich selbst manifestieren.

Dieses Buch wendet sich nicht an jeden, aber jeder, der heller sehen möchte, als das strenge Korsett der Wissenschaft erlaubt, ist damit angesprochen.

Hashimoto, 12.12.1978

Dr. Ici Wennkorrosion3

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Published in: on Juli 15, 2009 at 11:46 am  Comments (24)  
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24 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich überlege ob ich nicht japanisch lernen soll um dieses Werk lesen zu können!

    Merlin

  2. „Korrossion des Seins“?

    Kleiner Tipp:
    Rostschutzmittel sind nicht zur inneren Anwendung bestimmt.

  3. Lieber Cohen,

    Das ist ein philosophischer Text, höchster Güte. Vielleicht verstehst du ihn noch nicht, weil dir dazu Vorkenntnisse fehlen. Hast du mal nur ein wenig von Rudolf Steiner gelesen?

  4. oh, wieder so eine anthroposophische Verdummungsaktion!

  5. Lieber Blogmacher
    danke für diese tiefen Einblicke. Ich bin bewegt, erstaunt, betroffen, getroffen …

    Lasst Euch von diesen Spammern nicht beleidigen.
    Die hängen einfach in einer Schwarz-Weiß-Denke fest.

  6. Merapi,

    Wir begenen hier jedem in Licht und Liebe. Die Wahrheit ist frei und dazu hat Steiner sehr viel beigetragen, nun auch Dr. Ici Wenn. Auch du wirst es noch erkennen, glaube mir.

    Ich schicke dir ganz viel Heilenergie, damit deine Blockierungen gelöst werden und dein Bewusstsein für die wahren Dinge im Leben wächst.

  7. Endlich ist das Buch übersetzt! Ich habe schon so lange darauf gewartet. Da stehen Rudolf Steiners geheime Philosophien drin, die bis heute unentdeckt waren. Das ist ein großer Fortschritt für die Anthroposophie.

    Danke!

    Das dies erst den Weg über Japan nehmen musste, ist eine Schande für Deutschland!

  8. Hallo Lichtengel,

    Danke für deine Worte.

    Leider können wir das Buch nicht in Händen halten. Es wird uns kaum gelingen, dass man es für den Verkauf frei gibt.

  9. Immerhin können wir uns ein wenig mit Rudolf Steiner trösten. Er wird immer lebendig sein mit dem was er richtig gestellt hat. Zum Beispiel hier:

    […]“Schon der Mystiker Trithemus von Sponheim hatte diese Abfolge der Erzengel-Regentschaften festgehalten, ging aber von einer festen Dauer von jeweils 354 Jahren 4 Monaten aus. Er orientierte sich dabei am synodischen Mondenrhythmus von ca. 29 1/2 Tagen. Damit ergibt sich das Mondenjahr zu 12 * 29 1/2 = 354 1/3 Tage. Nimmt man nun je einen Tag für ein Jahr, wie es einer alten chaldäischen Regel entspricht, ergibt sich die Periodendauer von 354 Jahren 4 Monaten (und 12 Tagen, wenn man ganz genau rechnet). Trithemus setzt so rechnend den 4. Juni 1525 als Beginn des Gabriel-Zeitalters fest und kommt auf den September/Oktober 1879 für den Anfang der neuen Michael-Zeitalters. (Lit.: Vreede, S 31) Rudolf Steiner hat durch seine unmittelbare geistige Forschung gefunden, dass dieses kosmische Maß nicht ganz exakt eingehalten wird, sondern in gewissen Grenzen variiert.“[…]

  10. Als ehemaliger Waldorfschüler und überzeugter Anthroposoph habe ich gerade einen neuen spirituellen Führer entdeckt:

    http://zooey.wordpress.com/2009/05/24/caninosophy/

  11. Wuff, das ist ein sehr übler Scherz. Gott sei mit dir!

  12. Dog bless you all, wuff wuff wuff!

  13. http://www.haloscan.com/comments/mickeggert/rw_unique_entry_id_1031_page228/?a=34940

    @ Hans-Peter

    hier werden die neuesten geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse vorgestellt:

    https://esoreikundanthroposophie.wordpress.com/2009/07/15/korrosionen-des-seins-oder-die-entdeckung-der-quastola/

    „So wie Steiners Akasha-Chronik stets missverstanden wurde als Einbildung oder Phantasie, muss sich der Leser ebenso gewärtig sein, dass ihm dieses Missverständnis auch bei der Lektüre meiner Arbeit unterlaufen könnte.“
    Thomas | 07/29/09 – 10:52 am | #

  14. Es sollte sich doch inzwischen herumgesprochen haben, dass dieser Ici Wenn ein schamloser Plagiator ist und fast alles von Hans-Jakob Plunzenmacher (gestorben 1951, glaube ich) abgeschrieben hat.

  15. Guten Tag.
    Vielen dank für diese Seite. Ich habe gestern davon erfahren und freue mich sehr, daß mein Buch vorgestellt wurde. Es freut mich sehr, nur betrüben mich manche Kommentare. Nein, ich habe sicher nicht von H.J. Plunzenmacher abgeschrieben. Ich schätze ihn, aber er hat nicht diese Sicht gehabt.

    Ich stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung, mein deutsch ist sehr gut so sagen manche.

    Das Buch ist auch schon sehr alt. Ich bin nicht mehr mit allen einverstanden.

    Wenn Ici

    • Lieber Herr Dr. Ici Wenn,

      Es ist für uns eine Ehre über Sie berichten zu dürfen. Danke, dass Sie hier kommentieren.

  16. Danke.
    Es ist nicht einfach was die Europäer als Sein bezeichnen, zu überstetzen in die spezielle japanische Denkweise. R. Steiner kommt dem denken von disem weit entgegen. Die Macht der Gedanken, Entmachtung der Gedanken. Wesen, die nur gedacht sind und trotzdem Macht bekennen. Wesen werden durch Gedanken war. So wie Gedanken durch Wesen zu Wahrheit streben. Mein Buch beschreibt, wie einzu greifen ist in den Kreislauf.

    Es ist schade, das es noch nicht verlegt werden konnte das Buch auf deutsch. Es gab 3 Zusagen. Alle waren plötzlich zurückgezogen.

    Vielleicht stelle ich das Buch hier zur Verfügung als PDF.

    • Ja, bitte. Warum ferlegt denn niemand ihr buch. ich klaube das ist ein geniales Werg!

      Merlin

  17. Spiritueller Meister Ici Wenn,

    können Sie bitte einem Novizen der Anthroposophie erklären, was die TAZ mit diesen beiden Artikeln sagen will:

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sp&dig=2009%2F08%2F01%2Fa0057&cHash=b9173c27cd

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sp&dig=2008/10/18/a0027&cHash=0cd4e0bb89

  18. Vielen Dank für diesen Hinweis! taz ist ein medizinisches Fachjournal? Der Artikel ist sehr treffend. Antroposophische Medizin ist nicht gegen normale Medizin! Sie ergänzt. So wie eine schöne Auspuffblende nicht den Motor stärker macht. Sie verkauft dem Reisenden eine zweite, zusätzliche Fahrkarte im Zug zum Beispiel. Das stärkt den ganzheitlichen Energieausgleich. Eine normale Fahrkarte berücksichtigt die Seelenwanderung nicht, die bei langen Reisen immer vorhanden ist. Anthroposophische Medizin bietet Fenster ohne Glas an, denn ganzheitlich gesehen ist keine Sicht klarer durch Fenster als die, in denen kein Glas ist. Leider verstehen viele dieses Prinzip nicht und behaupten, das wäre Hokuspokus. Auch ist Anthroposophische Medizin individuell, man prüft vor jeder Behandlung, wieviel Arme, Beine, Augen der Patient hat, ob Blut in seinen Adern fließt, ob die überhaupt vorhanden sind. Diese ergänzende Individualität kann Schulmedizin nicht bieten! Nehmen wir nur die Haare! jeder Mensch hat verschieden viele in verschiedener Länge! Absurd zu glauben, hier gäbe es einheitliche Lösungen, kein Friseur z.B. frisiert gleich. Hier hat sich das Ganzheitliche wie selbstverständlich durchgesetzt. Dahin muss die Schulmedizin leider noch kommen!

  19. Spiritueller Meister Ici Wenn,

    Sie schreiben: „Anthroposophische Medizin bietet Fenster ohne Glas an, denn ganzheitlich gesehen ist keine Sicht klarer durch Fenster als die, in denen kein Glas ist.“

    So klar habe ich die Anthroposophie noch nie gesehen! Vielen, vielen Dank!

    Darf ich Sie bitten, Ihre tiefen spirituellen und zugleich wissenschaftlichen Einsichten auch der Autorin des TAZ-Artikels „Pillen Marke Eigenbau“ GISELA EBERHARDT mitzuteilen?

    Für ihren nächsten Artikel über die Anthroposophie braucht sie sicherlich noch Quellen, vor allem, wenn sie so seriös sind wie „ESOTERIK UND ANTHROPOSOPHIE“:

    nichts als die Wahrheit!

    Eventuell könnten Sie auch selber für „taz thema anthroposophie“ schreiben? Oder sich für eine Professur an der anthroposophischen Alanus-Hochschule bewerben? Siehe: http://download.taz.de/anthro_10_2008.pdf

  20. Eine sehr interessante Literaturempfehlung. Es freut mich, dass Wenn nach so langer Zeit nun auch mehr Oeffentlichkeit zuteil wird. Ich hatte vor etwa drei Jahren, anlaesslich der Eroeffnung eines Baumarktes (La Wanzenau) die Ehre, Ici Wenn sprechen zu hoeren. Er sprach zwar sehr leise, aber ich konnte ihn beinahe verstehen!

    Herzliche Grueße aus dem sonnigen Elsass
    Irma

    • Hallo Irma,

      uns freut es auch sehr, dass wir Dr. Ici Wenn überreden konnten in die Öffentlichkeit zu gehen.

      Wir sind sogar etwas Stolz darauf, es geschafft zu haben, ihn zu überzeugen.

      Ganz liebe Licht und Liebe Grüße an dich.

  21. hallo, wir haben zinkspray mit 99% zinkanteil der sich verharzt. das heisst, er ist auf lange zeit witterungsbeständig und abriebfest. zinkspray und zinkspray hell für eine schönere ausbesserung der schadhaften stelle.


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